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Rheuma stammt aus dem Griechischen und bedeutet „fliessen“, wobei in der Antike die Schmerzen in den Gelenken durch Störungen im Fluss der Körpersäfte erklärt wurde. Mit Rheuma bezeichnet man verschiedene Krankheiten, die auch als Krankheiten des rheumatischen Formenkreises bezeichnet werden.

Die Diagnose wird durch die Erhebung der Krankheitsgeschichte, die körperliche Untersuchung, die Röntgenuntersuchung, ggf. ergänzt durch die Ultraschall-, kernspintomographische- oder szintigraphische Untersuchung und die Laboruntersuchung  gestellt.
Der Krankheitsverlauf wird durch regelmäßige Untersuchungen kontrolliert.

Die frühe Diagnose und der frühe Beginn einer Therapie ist zur Verhinderung von Gelenkzerstörungen und zur Verbesserung des Langzeitverlaufs entscheidend. In der Regel wird die mit Medikamenten erreicht. Einzelne Gelenke, die darauf nicht ansprechen, müssen direkt  über Spritzen oder operative Verfahren erreicht werden.


Die bekannteste von ihnen ist die Rheumatoide Arthritis (internationale Bezeichnung). In deutschsprachigen Ländern wird sie auch als chronische Polyarthritis bezeichnet. Damit werden auch die wichtigsten Charakteristika der Krankheit bezeichnet: „Chronisch“ bedeutet eine lange Zeitdauer der Erkrankung, „Arthritis“ bedeutet Gelenkentzündung und „Poly“ bedeutet, dass eine Vielzahl von Gelenken betroffen ist.

Untersuchungen haben ergeben, dass diese Krankheit weltweit bei ca. 0,5 bis 1% der Bevölkerung auftaucht, wobei Frauen etwa doppelt so häufig betroffen sind wie Männer. Pro Jahr erkranken etwa zwischen 34 pro 100.000 bis 83 pro 100.000 Frauen erneut an dieser Krankheit. Der Gipfel der Neuerkrankungsrate liegt bei Frauen zwischen 55 und 64 und bei Männern zwischen 65 und 75 Jahren.

Charakteristisch für die rheumatoide Arthritis sind symetrische erosive Synovitis mit der typischen fortschreitenden Gelenkzerstörung sowie extraartikuläre Symptome. Die Betroffenen klagen über Morgensteifigkeit und Schwellung der Gelenke, nächtliche und morgentliche Gelenkschmerzen sowie über Müdigkeit und Erschöpfung. Es finden sich auch viele extraartikuläre Lokalisationen, wie Herz, Lunge, innere Organe, Augen,Gefäße.

Psoriasis-Arthritis

Die Psoriasis-Arthritis kann klinisch sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder liefern. Bereits die begleitenden Hauterscheinungen sind schwierig zu beurteilen, wie manchmal z. B. eine Nagelpsoriasis gelegentlich als Nagelmykose interpretiert werden kann.
 

Weiter kann es zum Auftreten eines Gelenkbefalls kommen bevor Hautsymptome auftreten, was in etwa zwischen 10 und 20 % der Patienten mit einer Psoriasis-Arthritis zu beobachten ist. Auch die Labordiagnostik ist mit Problemen verbunden, denn ca. 12 % der Patienten mit Psoriasis-Arthritis sind Rheuma-Faktor-positiv und ca. 8 % haben CCP-Antikörper. Weltweit gibt es deutliche regionale Unterschiede. In den nordischen Ländern wie Norwegen, Nordrussland sind etwa 5 bis 10 % der Bevölkerung betroffen, wobei man bei Indianerstämmen in Nord- und Lateinamerika überhaupt keine Psoriasis findet. Rheumatologische Manifestationen entwickeln sich bei 15 bis 30 % der Psoriatiker.